Stressbewältigung. Stress und Stressbewältigung – ein populäres Konzept Die Wicker-Klinik Bad Homburg liegt direkt am Kurpark mit anschließenden 44ha großen, von Lenné angelegten Parkanlagen, die sich bis zum Taunus hinziehen. Die Klinik ist aufgrund ihrer zentralen Lage im Rhein-Main-Gebiet und neben Frankfurt/M ausgezeichnet mit allen öffentlichen und privaten Verkehrsmitteln zu erreichen, was auch teilstationäre/ambulante Therapiekonzeptionen zulässt. Wir behandeln: ...
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Stressbewältigung

Stress und Stressbewältigung – ein populäres Konzept

Stress gilt als eine der größten Gesundheitsgefahren des 21. Jahrhunderts. Immer mehr Menschen leiden unter zunehmenden Stress – am Arbeitsplatz („Arbeitsstress“), in der Freizeit („Freizeitstress“), in Partnerschaft und Familie („Beziehungsstress“).

Der Begriff „Stress“ ist ein moderner Begriff, der  - aus dem Bereich der Physik kommend – erst vor ca. 50 Jahren Eingang in die Medizin und Psychologie fand. Inzwischen ist dieser Begriff zu einem populären Schlagwort geworden, das vielseitig für die persönliche Befindlichkeit oder für die Beschreibung der eigenen Lebenssituation verwendet wird und manchmal auch als Erklärung für eigene Versäumnisse (Vernachlässigung sozialer Kontakte, gereizte Stimmung etc.) dient.  

Stressbewältigung: Definition von Stress

Die umgangssprachliche Verwendung des Begriffes Stress umfasst verschiedene Aspekte – großer Arbeitsdruck, emotionale Unausgeglichenheit, „viel um die Ohren haben“, Zeitdruck etc. Für eine differenziertere Betrachtung des Stress-Begriffes ist die Unterscheidung zwischen stressauslösenden Bedingungen, den sog. Stressoren einerseits und den Stressreaktionen andererseits sinnvoll: Während sich Stressoren auf alle Faktoren beziehen, die eine Stressreaktion auslösen, beschreiben Stressreaktionen die individuellen Reaktionen auf einen Stressor.  

Stressbewältigung: Kategorien von Stressoren: Stressoren lassen sich in 3 Kategorien unterteilen:

1. Physikalische Stressoren (z.B. Lärm, Hitze, Kälte) und körperliche Stressoren (z.B. Verletzung,
    Schmerz, Hunger, Behinderung),

2. Leistungsstressoren (z.B. Über- und Unterforderung, Prüfungssituationen),

3. Soziale Stressoren (z.B. Konkurrenz, Isolation, zwischenmenschliche Konflikte, Trennung).

Neben der Intensität, der Dauer und der Häufigkeit des Auftretens einer Situation ist es insbesondere die subjektive Bewertung dieser Situation, die sie zu einem potenziellen Stressor werden lässt. Diese unterschiedlichen Situationsbewertungen erklären auch, warum verschiedene Menschen auf ein und dieselbe Situation sehr unterschiedlich reagieren: Während Person A die Zuteilung neuer beruflicher Aufgaben als belastend erlebt (z.B. weil zeitaufwendig oder neuartig), ist dieselbe Situation für Person B eine willkommene Herausforderung oder von geringer Bedeutung. Diese subjektive Bewertung hängt wiederum mit bisherigen persönlichen Erfahrungen und der Einschätzung der persönlichen Fähigkeiten und Kompetenzen ab. 

Stressbewältigung: Stress reaktionen:

Stressreaktionen erfolgen auf der körperlichen, der emotional-kognitiven und der behavioralen bzw. der Verhaltensebene. Typische körperliche Reaktionen sind Veränderungen von Puls, Blutdruck, Muskelspannung, Atemfrequenz, Verdauung, Immunkompetenz und Sexualfunktion. Es kommt zu einer Freisetzung sog. Stresshormone. In Verbindung mit der Aktivierung des vegetativen Nervensystems wird der Organismus hierdurch in einen Zustand versetzt, der es ihm ermöglicht, Höchstleistungen zu erbringen.

Stressbewältigung: Typische Stressgefühle sind Angst, Ärger, Enttäuschung, Hilflosigkeit; in Belastungssituationen häufig auftretende Gedanken sind

  •  „immer ich“,

  •  „das schaffe ich nie“ oder

  • „jetzt ist alles aus“.

Auf der Verhaltensebene zeigt sich oft ein hastiges Arbeiten, gereizte Reaktionen, mangelnde Planung und Übersicht, sozialer Rückzug, Pausenvermeidung, Zunahme des Zigaretten- und Alkoholkonsums und „nebenbei“ essen. 

Stressbewältigung: Positiver und negativer Stress

Die reflexhaft erfolgende körperliche Stressreaktion ist evolutionsbiologisch betrachtet ein bedeutsamer Schutzmechanismus unseres Organismus, die uns befähigt, potenziell gefährliche Situationen entweder fluchtartig zu verlassen oder uns zu verteidigen. So ist diese kurzfristige Energiemobilisierung wichtig, weil sie uns in Extremsituationen besonders leistungsfähig macht. Ab und zu angestrengt zu arbeiten oder stärker belastet zu sein trainiert somit alle Funktionen, die wir zur Anpassung an die wechselnden täglichen Anforderungen benötigen. Dies fördert nicht nur unsere Kreativität, sondern bewirkt eine kontinuierliche persönliche Weiterentwicklung.

Erst wenn es durch ein Übermaß an Belastung zu einem Ungleichgewicht zwischen Anspannung und Entspannung, zwischen Ruhe und Arbeit, zwischen Anstrengung und Erholung kommt, dann stellen sich die negativen Stressreaktionen ein.  

Stressbewältigung: Folgen von Stress  

Zur gesundheitlichen Belastung kommt es dann, wenn die Stressreaktionen über einen längeren Zeitraum anhalten bzw. nicht mehr ausreichend abgebaut werden können. Dies führt zu einer Überforderungsreaktion des Organismus. Zu den bedeutsamen gesundheitlichen Folgen zählen

  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen,
  • Bluthochdruck,
  • Gastritis,
  • erhöhte Infektionsanfälligkeit,
  • Schlafstörungen,
  • Verdauungsstörungen,
  • Rücken- und Kopfschmerzen,
  • Verschiebungen im Hormonhaushalt.

Weiterhin führt Dauerstress zu einer Abnahme der Konzentrations- und Leistungsfähigkeit. Letztendlich kann all dies im sog. Burnout-Syndrom münden, dem Gefühl des Ausgebranntseins, der völligen Erschöpfung, bis hin zu chronischen Depressionen und Angstsymptomatiken.  

Stressbewältigung 

Eine erfolgreiche Stressbewältigung konzentriert sich einerseits auf die Beseitigung bzw. Reduktion stress auslösender Bedingungen (problemorientierte Bewältigung), andererseits auf eine Reduktion der Stressreaktionen (reaktionsorientierte Bewältigung); dabei setzt sie zugleich an der körperlichen, der kognitiv-emotionalen und der Verhaltensebene an. Neben der Analyse individueller Belastungssituationen, der persönlichen Stressoren und Stressreaktionen ist auch die Analyse bisheriger persönlicher Stärken und Ressourcen von Bedeutung.

Stresserzeugende Einstellungen werden abgebaut und gesundheitsfördernde Bewältigungsstile aufgebaut. Das Erlernen von Entspannungsmethoden hilft nicht nur, ein Übermaß körperlicher Erregung, wie es sich in An- und Verspannungen zeigt, zu reduzieren, sondern ermöglicht längerfristig auch einen gelasseneren Umgang mit belastenden Situationen. Die Betrachtung der sozialen Kontakte, der Aufbau sozialer Fähigkeiten sowie die Förderung der eigenen Genussmöglichkeiten und -fähigkeiten sind weitere zentrale Maßnahmen einer konstruktiven und langfristigen Stressbewältigung. 

Stressbewältigung: Diese Strategie wird von unserer Klinik verfolgt

Sollten Sie Interesse haben, mit uns an den oben genannten Zielen auch im Rahmen anderer Erkrankungen und Behinderungen zu arbeiten, könnte die Behandlung und Arbeit in unserer Klinik angegangen werden. 

Zugangswege zur  Rehabilitationsbehandlung über folgende Kostenträger

  • Gesetzliche Krankenversicherung,

  • Rentenversicherung,

  • Private Krankenkassen  

übernehmen die Kosten für eine Behandlung im Hause.  

Vor Aufnahme im Hause muss im Regelfall eine Kostenübernahmeerklärung des Kostenträgers vorliegen. Die Kostenübernahme muss vom Patienten beim zuständigen Kostenträger beantragt werden. Hierbei sind die niedergelassenen ärztlichen Kollegen (Hausarzt, Internist , Orthopäde), die die ambulante Betreuung gewährleistet haben, mit einzubinden.

Ihr Team der Wicker Klinik / Wirbelsäulenklinik Bad Homburg

Weitere Informationen

Chefarzt-Sekretariat der Inneren Medizin

Frau Kublick
Telefon 06172 103-347
Fax 06172 103-377

 E-Mail kublick@wickerklinik.de

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