Die Wicker-Klinik Bad Homburg liegt direkt am Kurpark mit anschließenden 44ha großen, von Lenné angelegten Parkanlagen, die sich bis zum Taunus hinziehen. Die Klinik ist aufgrund ihrer zentralen Lage im Rhein-Main-Gebiet und neben Frankfurt/M ausgezeichnet mit allen öffentlichen und privaten Verkehrsmitteln zu erreichen, was auch teilstationäre/ambulante Therapiekonzeptionen zulässt. Wir behandeln: ...
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Sport nach Implantation

Sport nach Implantation einer Hüft- oder Kniegelenksprothese 


Menschen mit einem künstlichen Hüft- oder Kniegelenk (Endoprothese) brauchen nicht auf alle Sport- und Freizeitaktivitäten zu verzichten. Es gilt aber, übergroße Belastungen des neuen Gelenkes unbedingt zu vermeiden. Daher muss grundsätzlich von allen Körperkontakt- und Kampfsportarten bzw. auch von Ballsportarten abgeraten werden.

Es sind im folgenden zunächst – ohne Anspruch auf Vollständigkeit – einige Sportarten angeführt, die von Orthopäden, Unfallchirurgen und Sportärzten als für Endoprothesenträger geeignet angesehen werden. In jedem Fall ist es zu empfehlen, sich vor Aufnahme einer sportlichen Aktivität mit dem behandelnden Arzt (Facharzt für Orthopädie) zu beraten  

Sport nach Implantation: Wandern / Bergwandern 

Entsprechend der persönlichen Belastbarkeit ist Wandern zu empfehlen, in den ersten sechs Monaten nach dem operativen Eingriff sollte die Wanderung die Dauer von etwa 1 bis 1,5 Stunden nicht überschreiten. Bei Bergwanderungen sollten zu große Höhenunterschiede ebenso vermieden werden wie unsichere Wege, z.B. mit Geröll oder gar schmale Pfade mit Absturzgefahr. Idealerweise können hier auch so genannte Teleskopwanderstöcke zum Einsatz kommen, sie geben Sicherheit und entlasten die Gelenke. Man sollte längere Bergwanderungen möglichst so einrichten, dass man bergauf geht und bergab mit der Bergbahn fährt. 

Sport nach Implantation: Radfahren / Heimtrainer-Fahrrad 

Nach Implantation einer Gelenkprothese sollte man nicht unbedingt das Fahrradfahren überhaupt erst erlernen wollen. Günstigerweise fährt man nur in der Ebene bzw. mit geringer Wattbelastung; eine Gangschaltung erleichtert die Bewältigung von Steigungen. Es gilt auch hier Sturzgefahren zu meiden, der Abstieg vom Fahrrad sollte möglichst mit dem nicht operierten Bein erfolgen. Ideal sind Fahrräder mit spezieller Rahmengeometrie („mit tiefem Einstieg“), die ein bequemes Auf- und Absteigen ermöglichen. Es sind die entsprechenden Angebote im Fachhandel zu finden. 

Radfahren – auch am Heimtrainer – sollte erst dann wieder aufgenommen werden, wenn die Beine parallel zueinander bewegt werden können. Im Fall noch zu beobachtender Ausweichbewegungen durch z.B. eine verbliebene Außendrehkontraktur, sollte zunächst noch auf das Radfahren verzichtet werden. 

Sport nach Implantation: Allgemeine Gymnastik 

Es sind grundsätzlich die in der Rehabilitationsklinik zu den Einzel- bzw. Gruppentherapien erlernten Übungen geeignet. Vorsichtig sollte man sein bei modernen, sehr dynamischen Gymnastikformen, z.B. Aerobic u.a.m.

Die Teilnahme an Gymnastik in der Gruppe ist unter Beachtung dieser Hinweise also möglich. Im Zweifelsfall kann sicher auch der idealerweise tatsächlich qualifizierte Übungsleiter zusätzlich befragt werden. 

Sport nach Implantation: Schwimmen 

Schwimmen ist eine sehr geeignete Trainingsform für das gesamte Bewegungssystem und auch das Herz-/Kreislaufsystem. Es kann lebenslang regelmäßig durchgeführt werden. Für Menschen mit Hüft- oder Kniegelenksprothesen wird der Kraulbeinschlag als günstig empfohlen – auch beim Rückenschwimmen. Das Brustschwimmen ist im Hinblick auf die Belastung des Kunstgelenkes hingegen ungünstig. Schwimmen in der Meeresbrandung sollte vermieden werden, „ruhige Gewässer“ sind ideal. 

Sport nach Implantation: Tanzen 

Tanzen macht dem Menschen Spaß, ist für viele (immer noch) tatsächlicher Ausdruck von Lebensfreude. Es gibt für Menschen nach einer Gelenkersatz-Operation keinen Grund, auf das Tanzen zu verzichten, wenn auch das Gehen schmerzfrei möglich ist. „Rock ‘n Roll“ ist allerdings sicher völlig ungeeignet. 

Als für Menschen mit einem künstlichen Gelenk nur bedingt geeignet werden hingegen die folgenden Sportarten: 

Sport nach Implantation: Skiwandern / Skilanglauf 

Diese Sportarten sollten nur bei entsprechender Vorerfahrung und perfekter Technik fortgeführt werden. Vorraussetzung ist insbesondere die freie Überstreckbarkeit und Drehfähigkeit des operierten Hüftgelenkes bzw. die volle Beweglichkeit und Stabilität des Kniegelenkes. Man sollte sich nicht auf vereisten Loipen mit möglichst geringen Steigungen bzw. Gefälle im klassisch „Nordischen“-Laufstil bewegen – der moderne „Schlittschuhschritt“ erscheint ungeeignet. 

Sport nach Implantation: Jogging 

Auch hier sollte eine entsprechende sportliche „Vorerfahrung“ bestehen, zu empfehlen sind zeitlich begrenzte Läufe mit guten, stoßdämpfenden Sportschuhen auf weichem Boden. Laufen mit Leistungsdruck oder unter Wettkampfbedingungen sind sicher nicht geeignet. Wichtiger als die angesprochenen „stoßdämpfenden“ Schuhe ist ein guter, elastischer Laufstil mit eher kleinen Schritten ohne eine wesentliche Beugung im Hüft- bzw. Kniegelenk. 

Sport nach Implantation: Golfspielen 

Freies Drehen ist wichtig, Maximalabschläge sollten unbedingt vermieden werden. Die üblichen Golfschuhe mit Spikes, die eine Fixierung der Füße und Beine erzwingen, sind damit ungeeignet. 

Sport nach Implantation: Kegeln 

Kegeln kann als Freizeitbeschäftigung bei entsprechender Vorerfahrung noch ausgeübt werden, als Vereins- bzw. Wettkampfsport ist es nicht (mehr) geeignet. 

Sport nach Implantation: Alpiner Skilauf 

Gerade diese Sportart sollte nur sehr erfahrenen Skifahrern mit ausgeprägtem Bewegungsgefühl, guter Vorbereitung und unbedingtem Einverständnis des Arztes vorbehalten sein. Es wird allerdings wegen der grundsätzlich bestehenden Sturzgefahr doch Zurückhaltung empfohlen, die beim Skifahren auftretenden Stoß- und Scherbelastungen sind für das Kunstgelenk ungünstig. „Schwarze Abfahrten“ und Buckelpisten sind völlig ungeeignet. Menschen mit einem künstlichen Kniegelenk sollten überhaupt nicht (mehr) Skifahren. 

Als für Endoprothesenträger völlig ungeeignet seien abschließend die folgenden Sportarten angeführt: 

Sport nach Implantation: Ballsportarten 

Sportarten, von denen aufgrund erhöhter Sturz-/Verletzungsgefahr mit Gegnerkontakt bzw. Gefahr unkontrollierter Einwirkungen dringend abgeraten werden muss, sind z.B. Fußball, Handball, Volleyball u.ä. 

Sport nach Implantation: Tennis 

Der Sportart eigen sind häufige, abrupte Richtungswechsel mit Abstop- und starken Drehbewegungen sowie auch Sturzgefahren. Dies sind für ein Kunstgelenk äußerst ungünstige Einwirkungen und müssen vermieden werden. 

Sport nach Implantation: Reiten 

Es besteht eine doch erhebliche Sturzgefahr, außerdem treten vermehrt Stoß-, Scher- und Erschütterungsbelastungen auf. 

Aus den genannten Gründen weiterhin nicht geeignet sind auch Leichtathletik, Sportkegeln, Surfen, Segeln, Bergsteigen, Schlittschuhlaufen.

Ihr Team der Wicker Klinik / Wirbelsäulenklinik Bad Homburg

Weitere Informationen

Chefarzt-Sekretariat der Orthopädie

Frau Kopp
Telefon 06172 103-253
Fax 06172 103-251

 E-Mail kopp@wickerklinik.de

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