Schulterschmerzen. Wussten Sie schon… warum Sie als Patient mit Schulterschmerzen vor allem Ihren Rücken beachten sollten? ...Die Wicker-Klinik Bad Homburg liegt direkt am Kurpark mit anschließenden 44ha großen, von Lenné angelegten Parkanlagen, die sich bis zum Taunus hinziehen. Die Klinik ist aufgrund ihrer zentralen Lage im Rhein-Main-Gebiet und neben Frankfurt/M ausgezeichnet mit allen öffentlichen und privaten Verkehrsmitteln zu erreichen, was auch teilstationäre/ambulante Therapiekonzeptionen zulässt. Wir behandeln: ...
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Schulterschmerzen

Wussten Sie schon…

warum Sie als Patient mit Schulterschmerzen vor allem Ihren Rücken beachten sollten?

Gehören auch Sie zu jenen Menschen, die seit Jahren, zuletzt immer intensiver mit Schulterschmerzen von einem zum anderen Arzt, Therapeuten, Chiropraktiker wechseln - das Problem besteht aber nach wie vor? Fast schon haben Sie die Hoffnung auf Linderung Ihrer Symptome aufgegeben.... 

Als mündiger Patient im 21. Jahrhundert haben Sie natürlich (mindestens) eine Internet-Recherche zu dem Thema Schulterschmerzen hinter sich. Sie haben sofort erkennen können, dass Ihr Problem-Thema in einer Vielzahl von Veröffentlichungen Gegenstand der Betrachtungen ist. Sie verlieren fast den Überblick, was aber schlimmer ist, es wimmelt nur so von Fachausdrücken, die der medizinische Laie kaum verstehen kann. Sie werden konfrontiert mit Begriffen wie Impingement-Syndrom, Supraspinatussehnen-Syndrom, Rotatorenmanschetten-Ruptur, Bicepssehnen-Tenosynovitis, subacromialer Engpaß etc. Wie kann ich mir hier einen Überblick verschaffen, so dass ich mir gezielt Hilfe von geeigneten Therapeuten verschaffen kann, werden Sie sich gefragt haben. Trotz der Fachworte verbleibt es häufig zunächst bei den Schulterschmerzen.

Bevor Sie sich mit den Schulterschmerzen verzweifelt Außenseiter-Heilmethoden zuwenden, sollten Sie sich zunächst einmal darüber informieren lassen, wie wichtig das Verständnis von den Zusammenhängen Ihres (Ober-)Körpers ist. Erst und nur dann können Sie wirklich Ihr Schmerzproblem quasi von der Wurzel her anpacken. Lassen Sie sich also mit uns, dem Therapeuten-Team der Wicker Klinik, darauf ein, die (zugestandenerweise etwas komplizierten) Verflochtenheiten zwischen Ihren Schulterschmerzen und Ihrer Haltung aufzudröseln.

Eine Vorbemerkung: Dieser Artikel kann eine eingehende Diagnostik und Funktionstestung Ihrer Schulter nicht ersetzen. Wir gehen davon aus, dass sich eine frische Verletzung ausschließen ließ, dass Sie - wie die meisten Patienten - bereits eine (wie auch immer geartete) Behandlung hinter sich haben. Und jetzt bemerken Sie möglicherweise einen Stillstand, vielleicht gar eine neuerliche Verschlimmerung der Schulterschmerzen. Es wurden möglicherweise Injektionen in die schmerzende Schulter vorgenommen, die Therapie mit klassischer Massage und Packungen (Fango, Moor etc.) half möglicherweise einige Stunden bis Tage, das gleiche galt für die Strombehandlung, aber nach Therapie-Ende begann das Problem von Neuem. 

Trotz aller Vielfalt der verschiedensten Ursachen der Schulterschmerzen beobachten wir hier in einer Rehaklinik, der Wicker-Klinik Bad Homburg, Zusammenhänge und Gemeinsamkeiten, welche wir Ihnen nicht vorenthalten möchten. 

Zunächst fällt auf, dass der typische Schulterpatient wiederkehrende Beschwerden hat. Offenbar führen die Behandlungsverfahren häufig nicht zu einem nachhaltigen Erfolg. In einem hohen Prozentsatz finden wir im Rahmen der Aufnahmeuntersuchung bei unseren Patientinnen und Patienten einen mehr oder weniger stark ausgeprägten Rundrücken.

Infolge der Fehlhaltung der Wirbelsäule kommt es zu einer Verkettung weitreichender Folgen, deren Zusammenhang wir Ihnen im Folgenden näher bringen möchten.

Beginnen wir mit dem Kopf (dies dürfen Sie getrost doppeldeutig aufnehmen, denn es geht tatsächlich auch um das Verstehen).

Das Lot des Kopfes liegt bei den Schulterschmerzen in Verbindung mit einem Rundrücken fast regelhaft vor der Wirbelsäule. D.h., dass das Gewicht des Kopfes (ca. 13 bis 18 kg!) diesen nach vorne-unten zieht. Die Nackenmuskulatur - für diese Belastung nicht geschaffen und ausgelegt - wird überfordert, der Patient verspürt typischerweise einen Nackenschmerz, gelegentlich als 'Verspannung', ausstrahlend in den Hinterkopf, abgetan. Aber hiermit beginnt ein Problemkreis, der vielleicht in dieser Phase noch hätte rascher beseitigt werden können, bevor 'ein Fass ohne Boden' eröffnet wurde. Denn diese Nackenschmerzen haben ja durchaus ihre Warnfunktion, sie zeigen an, dass sich Muskeln wehren, sie sind schlichtweg überfordert, überlastet, eigentlich nur zur Haltearbeit eines auf, und nicht vor der Wirbelsäule sitzenden Kopfes befähigt. Aber nunmehr müssen sie das Gewicht von ca. 10 bis 15 Flaschen Milch tragen bzw. vor dem Absturz nach vorne bewahren, und dies von morgens bis abends.

Die Konsequenz dieser Fehl- und Überlastung der Nackenmuskeln ist, dass der Patient eine 'Belastungshaltung' einnimmt, welche sich auf die Armhaltung in der Weise auswirkt, dass es zu einer Einwärtsdrehung (Innenrotation) im Schultergelenk kommt. Diese hat katastrophale Folgen für das Zusammenspiel der auf das Schultergelenk wirkenden Muskelgruppen.

Wenn Sie sich dies nicht vorstellen können, beobachten Sie bitte einmal die Stellung Ihrer Hände, wenn Sie sich jetzt an Ihrem Monitor (am besten auf der Stuhl-Vorderkante sitzend) einmal aufrichten und wieder 'zusammensacken'  lassen. Beim Aufrichten ('Entlastungshaltung' nach Brügger) werden sich Ihre Hände leicht nach auswärts drehen, umgekehrt in der Belastungshaltung nach innen. Diese Drehbewegungen vollziehen Ihre Arme im Schultergelenk.

Und nun ahnen Sie, warum wir Sie mit diesen Zusammenhängen vertraut machen - nun bekommen nämlich die Schulterschmerzen ihre Bedeutung:

Diese Tendenz zur Einwärtsdrehung veranlasst einen wichtigen Muskel (den M. supraspinatus), seine Aufgabe sträflich zu vernachlässigen. Seine ureigenste Funktion ist nämlich, den Oberarmkopf im Zentrum der Schultergelenkspfanne festzuhalten. Wir besitzen somit von Natur aus einen eleganten Mechanismus, der dafür sorgt, dass ein für die Schultergelenks-Pfanne viel zu großer Oberarm-Kopf daran gehindert wird, aus dieser viel zu kleinen Pfanne heraus zu rutschen. An dieser Halterung sind auch noch andere Schultergelenksstrukturen beteiligt (z.B. die Rotatorenmanschette, der M. deltoideus), die zunächst außer Acht gelassen werden sollen.  

Was geschieht nun mit dieser Fehlfunktion?  Es sind zwei Mechanismen, die einen Teufelskreis in Gang setzen:

1.   Dieser ursprünglich als Zentriermuskel zu betrachtende Muskel wird zum Innen-Rotator, d.h. er übernimmt eine Aufgabe, die er aufgrund des ursprünglichen Bauplanens unseres Schultergelenkes gar nicht einzunehmen hätte. Er wird nämlich bei Belastungshaltung aufgrund seines zu weit vorne gelegenen Ansatzpunktes die Einwärtsdrehung fördern. Sie erinnern sich: Die Einwärtsdrehung war der Ausgangspunkt der Schulterfehlfunktion - ein Circulus vitiosus nimmt seinen Anfang!

2.   Verliert der 'Zentriermuskel' aber seine eigentliche Aufgabe des Zentrierens, wird der Oberarmkopf bei Abspreizen des Armes (Abduktion) über den Oberrand der Schulterpfanne heraus-'rollen'. Das Resultat: Ein Engpass am Schulterdach (subacromiales Impingement) zwischen hoch-verlagertem Oberarm-Kopf und den Strukturen, welche das Schulterdach bilden (Acromion, Ligamentum coracoacromiale etc.).

3.   Weitere mögliche Folgen sind u.a.: Reizung/Entzündung der Sehnenscheide des Bizeps-Muskels, Schleimbeutel-Entzündung (Bursitis subacromialis), Degeneration der Rotatorenmanschette, Verkalkung im Sehnenansatz-Bereich des M. Supraspinatus, schmerzhafte Schulter-Arm-Steife. 

Sie sehen, die Fülle der möglichen Folgen ist reichhaltig, die eigentliche Ursache hingegen vergleichsweise leicht ausgemacht: Das Haupt-Problem stellt die Fehlhaltung des Rückens dar, überwiegend erkennbar an der Rundrücken-Haltung mit dem zu weit vor der Wirbelsäule  sitzenden Kopf.

Aus diesen hier dargestellten Zusammenhängen ergeben sich folgende Konsequenzen:
Die Behandlung der Schulterschmerzen kann niemals aus nur einem einzigen Therapie-Element bestehen. Der Patient bedarf immer einer ganzheitlich orientierten Behandlung; sie muss das oft zugrunde liegende Rücken-/Haltungs-Problem in die Behandlung mit einbeziehen bzw. zur zentralen Aufgabe werden lassen.

Die Therapie bei Schulterschmerzen besteht in der Wicker-Klinik Bad Homburg aus einer Kombination von aktiver Krankengymnastik (einzeln und in der Gruppe), Rückenschule, ggf. medizinischer Trainingstherapie an den Sequenzgeräten, Muskelentspannungstechniken wie Entspannungs-Training (verschiedene Methoden), Packungen, Elektrotherapie, Massagen, ggf. Dauerbrause.

Es verbinden sich somit Behandlungsverfahren, welche die Korrektur der Fehlhaltung des Rückens und den hierzu notwendigen Muskelaufbau zum Ziel haben, mit den Maßnahmen der Muskelentspannung.  Mit diesem Therapie-Konzept haben unsere Schulter-Patienten eine wesentlich größere Chance erhalten, ihre Schulterschmerzen zu lindern und Gelenksfunktion zu verbessern, als wenn sie nur Einzelelemente der Behandlung erhielten.

Sollte Ihnen das vorgestellte Konzept plausibel erscheinen, setzen Sie sich mit Ihren Ärzten und ggf. uns in Verbindung. Diese Strategie wird von unserer Klinik verfolgt:

Sollten Sie Interesse haben mit uns an den oben genannten Zielen auch im Rahmen anderer Erkrankungen  und Behinderungen zu arbeiten, könnte die Behandlung und Arbeit in unserer Klinik angegangen werden.
Zugangswege zur  Rehabilitationsbehandlung über folgende Kostenträger

·        Gesetzliche Krankenversicherung,

·        Rentenversicherung,

·        Private Krankenkassen  

übernehmen die Kosten für eine Behandlung im Hause.  

Vor Aufnahme im Hause muss im Regelfall eine Kostenübernahmeerklärung des Kostenträgers vorliegen. Die Kostenübernahme muss vom Patienten beim zuständigen Kostenträger beantragt werden. Hierbei sind die niedergelassenen ärztlichen Kollegen (Hausarzt, Internist, Orthopäde) die die ambulante Betreuung gewährleistet haben, mit einzubinden. 

Mit den besten Wünschen für Ihre Genesung

Ihr Team der Wicker Klinik / Wirbelsäulenklinik Bad Homburg

Weitere Informationen

Chefarzt-Sekretariat der Inneren Medizin

Frau Kublick
Telefon 06172 103-347
Fax 06172 103-377

 E-Mail kublick@wickerklinik.de

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