Osteoporose - Therapie. Man kann  allgemein vorbeugende Maßnahmen von einer Behandlung (Osteoporosetherapie) bereits eingetretener Knochenbrüche abgrenzen. Die Wicker-Klinik Bad Homburg liegt direkt am Kurpark mit anschließenden 44ha großen, von Lenné angelegten Parkanlagen, die sich bis zum Taunus hinziehen. Die Klinik ist aufgrund ihrer zentralen Lage im Rhein-Main-Gebiet und neben Frankfurt/M ausgezeichnet mit allen öffentlichen und privaten Verkehrsmitteln zu erreichen, was auch teilstationäre/ambulante Therapiekonzeptionen zulässt. Wir behandeln: ...
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Osteoporose - Therapie

Man kann  allgemein vorbeugende Maßnahmen von einer Behandlung (Osteoporosetherapie) bereits eingetretener Knochenbrüche abgrenzen. 

1. Vorbeugende Behandlung (Prophylaxe) 

Ganz wichtig ist die regelmäßige körperliche Aktivität, am besten täglich : z.B. in Form eines kräftigen Spaziergangs an frischer Luft (am besten mindestens 30 min täglich) Dabei nutzt man gleichzeitig auch noch einen weiteren wichtigen Faktor: ausreichende UV-Licht - Einwirkung auf unsere Haut ! Denn dort wird ein Teil des für die "Kalzium-Einschleusung" in den Knochen nötigen Vitamin D unter UV-Licht aktiviert (siehe Osteoporose Teil 1). Das ist gerade im Winter wichtig, wo wir ja meist viel in der warmen Stube sitzen.

2. Die richtige Ernährung  - ist die Basis der Osteoporosetherapie und – vorbeugung) 

Natürlich müssen wir dem Knochen auch ausreichend Bausteine für seine Stabilität über die Ernährung zuführen. Das o.g. Vitamin D kommt nur in tierischen Nahrungsmitteln wie Milch, Eiern, Butter, Fisch (hier besonders im Fischlebertran!) und auch in Pilzen und Hefe vor.

Ganz besonders benötigen wir eine ausreichende hohe Kalziumzufuhr durch die Nahrung.

Kalziumreiche Nahrungsmittel sind Milchprodukte, Nüsse, Gemüse, Vollkornprodukte und kalziumreiche Mineralwässer (mit einem Kalziumgehalt von mindestens 200 mg pro Liter). In westlichen Industrieländern wird der Kalziumbedarf vor allem über Milch und Milchprodukte gedeckt. Jedoch kann der Kalziumbedarf auch bei einer Milchunverträglichkeit über hohen Gemüse-  und niedrigen Fleischkonsum gedeckt werden.

Durch proteinreiche und phosphathaltige Ernährung (z.B. in allen Fleisch- und Wurstwaren, Cola-Getränken und Limonaden) wird die Kalziumaufnahme gehemmt. Auch Nahrungsmittel, die Oxalate enthalten - Rhabarber, Spinat, rote Bete, Bohnen und Kakao enthaltende Produkte wie Schokolade - vermindern die Aufnahme von Kalzium aus dem Darm. Auch Alkohol, Schwarztee und starker Bohnenkaffee (Koffein!) sind Kalziumräuber!

Der Kalzium - Bedarf des Erwachsenen  beträgt ca. 1000 - 1200 mg / Tag, über 65 Jahre 1000 - 1500 mg / Tag. 

Quizfrage: In welchem Nahrungsmittel sind pro 100 Gramm am wenigsten Kalzium enthalten?

a)     Emmentaler Käse

b)     Petersilie

c)      Vollmilch 3,5 %

Auflösung am Ende des Artikels 

3. Vermeiden Sie Stürze ! (Bewegung ist Osteoporose-Therapie und –vorbeugung) 

Wer möglichst viele Sturz- und Stolperquellen  aus seinem Umfeld beseitigt, lebt sicherer.

Das Tragen fester Schuhe (insbesondere mit geschlossenem Fersenteil) verschafft auch auf unebenen Wegen genügend Halt. Hausschuhe sollten auch eine rutschfeste Sohle haben. Gute Sicht braucht gutes Licht! Gerade in Treppenhäusern kann eine schummrige Beleuchtung die Treppe zur Sturzfalle werden lassen, sparen Sie nicht an einer helleren Leuchtquelle. Falls es an den eigenen Augen liegen sollte: lassen Sie Ihre Brille mal wieder vom Augenarzt überprüfen. Rutschende Teppiche entfernen oder durch spezielle Unterlagen "haftfest" machen. Herumliegende elektrische Kabel  (Telefonschnur!) wegräumen! Im Bad sorgen  stabile Griffe an Waschbecken, Toilette, Dusche und Badewanne  für sicheren Halt. Die Einnahme von Schlaf - oder Beruhigungsmitteln kann die Konzentration beeinträchtigen, eventuell auch Schwindelbeschwerden verstärken. Wenn Sie diese Mittel unbedingt benötigen, besprechen Sie mit Ihrem Hausarzt eventuelle Alternativen. 

4. Therapie mit Medikamenten  (Medikamentöse Osteoporosetherapie) 

Bei sogenannten Hochrisikopatienten, also denen, die eine besonders niedrige Knochendichte oder bereits durch Osteoporose mit verursachte Knochenbrüche aufweisen, ist eine Medikamentengabe sinnvoll. Zur Verfügung stehen Osteoklasten hemmende Substanzen (sog. Bisphosphonate). Für spezielle Situationen bei Frauen auch der Wirkstoff Raloxifen einem "selektiven Östrogen-Rezeptor-Beeinflusser", der über die Östrogen regulierenden Gene zu einer Steigerung der Knochendichte führt. Die noch vor kurzem fast "flächendeckend" empfohlene Östrogenersatztherapie nach den Wechseljahren, wird nur noch in speziellen ( vom Frauenarzt zu bestimmenden ) Situationen  empfohlen, da zwar die Knochendichte zunimmt,  jedoch auch die Rate von Krebs - und Herzkreislauferkrankungen unter dieser Hormonersatztherapie .

Für spezielle Situationen kommen auch die Hormone zum Einsatz, die wichtige Regulationsaufgaben im Knochenstoffwechsel wahrnehmen. Calcitonin hemmt die knochenabbauenden Zellen. Als menschliches Calcitonin oder Lachs-Calcitonin wird es im Rahmen der Therapie injiziert (inzwischen auch als Nasenspray erhältlich). Seit kurzem ist auch ein dem Parathomon ähnlicher Wirkstoff als Injektionsbehandlung verfügbar, der bei bereits durch mehrere Wirbelbrüche geplagten Patienten eine zusätzliche Behandlungsalternative darstellen kann. 

5. Therapie der Rückenschmerzen (Osteoporosetherapie ist auch Schmerztherapie) 

Das große Spektrum der physikalischen Therapie (siehe auch unter Stichwort Rückenschmerzen) schließt ein:

-     die Krankengymnastik ( Rückenschule, Brüggertherapie, Manuelle Therapie, Gangschulung, Übungen im Bewegungsbad und mit dem Pezzi-Ball)

-     Warme Packungen, Elektrotherapie, Bäder, Massagen (vorsichtig!) 

Eventuell muss bei akuten Situationen zumindest vorübergehend ein Stützmieder getragen werden, ansonsten sollte aber die eigene Muskulatur soweit auftrainiert werden, damit sie diese Stützfunktion übernehmen kann.

Ergänzend sind oft Schmerzmedikamente unumgänglich, gelegentlich auch eine Injektionstherapie. 

6. Therapie bei Knochenbrüchen  (Osteoporosetherapie kann auch operative Therapie sein) 

Bei Knochenbrüchen am Oberschenkelhals wird meist eine operative Versorgung (z.B. durch eine Verschraubung oder einen totalen endoprothetischen Gelenkersatz) notwendig sein, nur bei einem eingestauchten Bruch kann man gelegentlich  konservativ behandeln.

Wirbelkörperbrüche werden in den allermeisten Fällen ebenfalls nicht-operativ sondern durch Stärkung der umgebenden Muskulatur therapiert. In bestimmten Situationen kann mit einem relativ neu entwickelten Verfahren geholfen werden: Durch einen wenig belastenden Eingriff  wird ein flüssiger Klebstoff (Kunstharz) in den Wirbelkörper gespritzt, der dort rasch aushärtet und stabilisierend wirkt (sogenannte Kyphoplastie). 

Auflösung der Quizfrage: am wenigsten Kalzium pro 100 Gramm ist in der Milch enthalten (ca. 100 - 120 mg)! Wer hätte das gedacht! Aber die Menge macht`s: ein halber Liter (ca. 500 mg) deckt schon den halben Tagesbedarf und wer will schon die dafür erforderliche Menge Petersilie nämlich ca. 200 Gramm futtern? Trotzdem hat es das grüne Kraut kalziummäßig ziemlich in sich: ca. 245 mg pro 100 Gramm. Ungeschlagen allerdings der Emmentaler: es sind 900 - 1200 mg Kalzium pro 100 Gramm enthalten, das ist im wahrsten Sinne ein "Hartkäse"! 

Zur Osteoporosetherapie wird diese Strategie von unserer Klinik verfolgt:

Sollten Sie Interesse haben mit uns an den oben genannten Zielen auch im Rahmen anderer Erkrankungen  und Behinderungen zu arbeiten, könnte die Behandlung und Arbeit in unserer Klinik angegangen werden.

Zugangswege zur  Rehabilitationsbehandlung über folgende Kostenträger

·        Gesetzliche Krankenversicherung,

·        Rentenversicherung ,

·        Private Krankenkassen  

übernehmen die Kosten für eine Behandlung im Hause.  

Vor Aufnahme im Hause muss im Regelfall eine Kostenübernahmeerklärung des Kostenträgers vorliegen. Die Kostenübernahme muss vom Patienten beim zuständigen Kostenträger beantragt werden. Hierbei sind die niedergelassenen ärztlichen Kollegen (Hausarzt, Internist, Orthopäde), die die ambulante Betreuung gewährleistet haben, mit einzubinden.

Ihr Team der Wicker Klinik / Wirbelsäulenklinik Bad Homburg

Weitere Informationen

Chefarzt-Sekretariat der Inneren Medizin

Frau Kublick
Telefon 06172 103-347
Fax 06172 103-377

 E-Mail kublick@wickerklinik.de

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