Osteoporose - Ernährung. Ernährung bei Osteoporose Empfehlungen für eine knochenfreundliche  Ernährung bei Osteoporose    (Knochenabbau)  Bei der Osteoporose kommt es zu einem Abbau an Knochenmasse mit einem gesteigerten Knochenbruchrisiko (v. a. Oberschenkelhalsknochen, Unterarm und Wirbelkörper). Zudem kann sich die Wirbelsäule verformen. Die Wicker-Klinik Bad Homburg liegt direkt am Kurpark mit anschließenden 44ha großen, von Lenné angelegten Parkanlagen, die sich bis zum Taunus hinziehen. Die Klinik ist aufgrund ihrer zentralen Lage im Rhein-Main-Gebiet und neben Frankfurt/M ausgezeichnet mit allen öffentlichen und privaten Verkehrsmitteln zu erreichen, was auch teilstationäre/ambulante Therapiekonzeptionen zulässt. Wir behandeln: ...
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Osteoporose - Ernährung

Ernährung bei Osteoporose Empfehlungen für eine knochenfreundliche  Ernährung bei Osteoporose    (Knochenabbau) 

Bei der Osteoporose kommt es zu einem Abbau an Knochenmasse mit einem gesteigerten Knochenbruchrisiko (v. a. Oberschenkelhalsknochen, Unterarm und Wirbelkörper). Zudem kann sich die Wirbelsäule verformen.

Fehlbelastungen können entstehen, die zu Muskelverspannungen und – schmerz führen.

Ziel jeder Osteoporose-Therapie ist es, den beschleunigten Knochenabbau aufzuhalten, neue Knochenmasse aufzubauen und den Knochen zu festigen.
Von großer Bedeutung ist eine richtige Lebensweise sowie die Ernährung bei Osteoporose.

Eine gezielte und regelmäßige Bewegung z.B. Gymnastik, verstärkte Aufnahme von Calcium, Vitamin D und C sind wesentliche Maßnahmen dieser Prävention. 

Ernährung bei Osteoporose:

Da Calcium der wichtigste Grundstoff für den Knochenaufbau ist, sollte die Ernährung ausgewogen und calciumreich sein.

Die Calciumzufuhr liegt zwischen 800-1200 mg pro Tag. Calcium finden wir vorwiegend in Milch und Milchprodukten, Nüssen, einigen Obst- und Gemüsesorten, Vollkornprodukten und Mineralwässer mit einem hohen Calciumgehalt (Analyse beachten!). Die Resorptionsrate ist hoch, wenn calciumreiche Lebensmittel auf mehrere Mahlzeiten am Tag verteilt werden.

Als Faustregel gilt: ¼ L Milch, 200 g Joghurt und 2 Scheiben Schnittkäse! 

Die Calciumaufnahme im Darm wird erschwert, wenn die Nahrung zuviel Phosphor enthält. Nicht mehr als 800- 1200 mg Phosphor sollten pro Tag aufgenommen werden.  Den Hauptanteil tragen Fleisch und Fleischprodukte, sowie Limonade und Cola. Hinzu kommt, dass Phosphat vielen Lebensmitteln

(z. B.: Wurst, Schmelzkäse) als Konservierungsmittel beigegeben wird. Daher sollte bei einer richtigen Ernährung bei Osteoporose nicht mehr als 80-100 g Fleisch pro Tag (Rohgewicht) verzehrt werden. 

Das Vitamin D ist für die Aufnahme von Calcium aus der Nahrung und den Knochenstoffwechsel von großer Bedeutung. Der Körper kann Vitamin D in der Haut unter Einfluss von Sonnenlicht selbst bilden oder nimmt Vitamin D über die Nahrung auf. Reich an Vitamin D sind Lebertran, Seefische, Milch, Milchprodukte, Butter, Eigelb und Pilze. Der Körper kann Vitamin D im Fettgewebe speichern. 

Die Calciumbilanz wird verschlechtert durch sog. Calciumräuber:

Eine zu hohe Aufnahme von Eiweiß (über 20 % der Gesamtenergie) insbesondere durch Fleisch, Fleischwaren, Gelatine und Soja kann zu einer erhöhten Calciumausscheidung führen. Dadurch wird zuviel Phosphat aufgenommen. Phosphat ist der Gegenspieler des Calciums. Bei einer zu hohen Phosphataufnahme wird einerseits vermehrt Calcium aus dem Knochen ausgelagert und andererseits die Calciumaufnahme aus dem Darm blockiert.

Um die Phosphataufnahme möglichst gering zu halten, sollten z.B. Fleisch, Wurst, Colagetränke, konservierte Lebensmittel und Schmelzkäse zur Ernährung bei Osteoporose nur eingeschränkt aufgenommen werden. 

Oxalsäure bindet das Calcium. Aus dieser Bindung kann der Körper das Calcium nicht mehr lösen, es steht dem Körper nicht mehr zur Verfügung.

Oxalsäurereiche Lebensmittel sind z.B.: Spinat, Spargel, Mangold, Bohnen, Rote Bete, Rhabarber, Kakao, Schokolade und schwarzer Tee. 

Phytate binden ähnlich wie Oxalsäure das Calcium. Eine ballaststoffreiche Ernährung in Verbindung mit viel Calcium stellt kein Problem dar. Isolierte Ballaststoffe z.B.: Kleieprodukte (enthält Phytinsäure) sollten gemieden werden. 

Natrium fördert die Calcium-Ausscheidung. Je mehr Natrium zugeführt wird, desto höher die Ausscheidung an Calcium im Urin.

Verwenden Sie Kochsalz sparsam und bevorzugen Sie jodiertes Speisesalz! Auch denken Sie an die Fertigprodukte oder Snackartikel mit viel Kochsalz . Mineralwasser unter 50 mg pro Liter NaCl wäre empfehlenswert. 

Auch Genussmittel können die Calciumbilanz verschlechtern, deshalb 2-3 Tassen Kaffee täglich (oder pro weiterer Tasse eine zusätzliche Calciumzufuhr von 100 mg , z.B.: 1 Tasse Milch) und Verzicht auf regelmäßigen Alkoholkonsum und Nikotin. Alkohol behindert die Wirkung von Vitamin D, die Ausscheidung von Calcium über die Nieren ist besonders stark erhöht. 

Um die Knochen zu entlasten, sollte das Körpergewicht im Normalbereich liegen. Als Richtwert gilt: Gewicht = Körpergröße in cm minus 100. Bei Diäten muss darauf geachtet werden, dass genug Calcium aufgenommen wird.                                                 

Empfehlung für eine calciumreiche Ernährung bei Osteoporose: 

Beispiele empfehlenswerter Nahrungsmittel pro Tag:
 

Nahrungsmittel:

 

 

1/4 l  Buttermilch

272 mg Ca                      

225 mg Ph

20 g Emmentaler 45 % F.i.Tr.

204 mg Ca                      

127 mg Ph

100 g Magerquark

92 mg Ca                       

160 mg Ph

10 g Magermilchpulver

120 mg Ca                        

96 mg Ph

200 g Grünkohl

460 mg Ca                       

180 mg Ph

100 g Vollkornbrot

43 mg Ca                        

220 mg Ph

100 g Kiwi

40 mg Ca                          

31 mg Ph

 

1231 mg Ca                      

1039 mg Ph

Empfehlung:                                       

800 – 1200 mg Ca          

800 – 1200 mg Ph

Bevorzugte Nahrungsmittel zur richtigen Ernährung bei Osteoporose sind:

  • Frische Milch, Sauermilch, Buttermilch, Molke, Quark, Käse (Hartkäse z.B. Allgäuer, Emmentaler enthält mehr Calcium als Weichkäse z.B. Camembert), Tofu, Sojatrunk, Sojamehl, Sojaflocken
  • Vollkornprodukte
  • Nüsse wie z.B. Mandeln, Haselnüsse und Samen wie z.B. Sesam, Sonnenblumenkerne
  • Obst wie z.B. Kiwi und Himbeeren, Orangen- und Mandarinen Fruchtsäfte, ungeschwefelte Trockenfrüchte
  • Gemüse wie z.B. Grünkohl, Broccoli, Fenchel, Lauch 

Küchentechnische Hinweise und Tipps zur Ernährung bei Osteoporose: 

1.      Folgende Nahrungsmittel fördern die Calciumresorption:

- Vitamin D - reiche Nahrungsmittel, z.B. Makrele, Hering, Lachs, Leber, Margarine, Eigelb
- Casein aus Milch und Milchprodukten (Casein erhöht die Aufnahme „fremden“ Calciums, deshalb sind für die Calciumversorgung günstige Kombinationen:

                             -   Broccoli-Käse-Auflauf (mit Parmesan überbacken)
                             -   Käsepfannkuchen mit Lauchfüllung
                             -   Hering in Joghurtsauce
                             -   Zucchini- oder Auberginenscheiben mit Parmesan panieren 

2.  Alternativen:

    - Magermilchpulver unter die Speisen rühren
    - Schmelzkäse durch kleine Mengen Frischkäse ersetzen
    - Scheibletten durch Schnittkäse ersetzen
    - Käse für einen Gemüseauflauf oder im Gemüsesalat z.B.: Emmentaler, Parmesan   

3.   Zur richtigen Ernährung bei Osteoporose reduzieren Sie die Kochsalzaufnahme und verwenden Sie mehr frische Kräuter wie z.B. Petersilie, Kresse, Löwenzahn.
Verwenden Sie sparsam Zucker (Rohr- und Rübenzucker) und weiße Mehle.
Zucker behindert die Calciumaufnahme im Darm und stimuliert die Säureproduktion im Magen. Es werden wichtige Vitamine verbraucht und wertvolle  Nährstoffe werden über die Nieren ausgeschieden. 

4.   Zur richtigen Ernährung bei Osteoporose gehört auch eine ausreichende Flüssigkeitsaufnahme z.B. Kräutertees, Fruchtsäfte, die mit Calcium angereichert sind und calciumreiche Mineralwässer (mindestens 200 mg Ca/l) ist sehr wichtig. Günstig ist ein natriumarmes Mineralwasser mit einem ausgewogenen Verhältnis von Calcium zu Magnesium 2 : 1. 

5.   Zum Erhalt der gesunden Knochen sollte auch die ausreichende Zufuhr von
Vitamin D, C, A, K, B 12 und Folsäure geachtet werden.

Vitamin C stimuliert die knochenaufbauenden Zellen.
Vitamin A beeinflusst die Entwicklung der Knochenzellen.
Vitamin K spielt eine Rolle in der Synthese des Osteocalcins (Baustoff der Knochensubstanz) und ermöglicht den Einbau des Calciums in die Knochenmatrix.
Vitamin B 12 und Folsäure dienen der Blutbildung und sind für die Ernährung der Knochen von Bedeutung.
Vitamine und Mineralstoffe sind sehr anfällig gegen Licht, Luft, Wärme und Wasser. Deshalb die Nahrungsmittel kühl und dunkel lagern, unzerkleinert waschen und nicht wässern.

Schonende Garmethoden wie z.B. Dünsten, Dämpfen, Grillen und dabei die Garzeit beachten.Das Kochwasser z.B. für Soßen  immer weiterverwenden. Calcium und Phosphor sind wasserlöslich und hitzestabil bis 180 Grad.

Milchzuckerunverträglichkeit und Milcheiweißallergie 

Bei Milchzuckerunverträglichkeit (Lactoseintoleranz) ist es oft nur eine Frage der Menge: bis zu ¼ l Milch/Tag sind meist gut bekömmlich. Unproblematisch sind auch Joghurt, Kefir und gereifte Käse.

Bei einer Milcheiweiß-Allergie hilft es oft, H-Produkte zu verwenden. Durch das Erhitzen werden die Milchproteine leicht verändert und dadurch besser bekömmlich. 

Diese Strategie wird von unserer Klinik verfolgt: Sollten Sie Interesse haben mit uns an den oben genannten Zielen auch im Rahmen anderer Erkrankungen  und Behinderungen zu arbeiten, könnte die Behandlung und Arbeit in unserer Klinik angegangen werden.

Zugangswege zur  Rehabilitationsbehandlung über folgende Kostenträger

·        Gesetzliche Krankenversicherung,

·        Rentenversicherung,

·        Private Krankenkassen  

übernehmen die Kosten für eine Behandlung im Hause. 

Vor Aufnahme im Hause muss im Regelfall eine Kostenübernahmeerklärung des Kostenträgers vorliegen. Die Kostenübernahme muss vom Patienten beim zuständigen Kostenträger beantragt werden. Hierbei sind die niedergelassenen ärztlichen Kollegen (Hausarzt, Internist , Orthopäde, Psychologe, Neurologe), die die ambulante Betreuung gewährleistet haben, mit einzubinden. 

Ihr Team der Wicker Klinik / Wirbelsäulenklinik Bad Homburg

Weitere Informationen

Chefarzt-Sekretariat der Inneren Medizin

Frau Kublick
Telefon 06172 103-347
Fax 06172 103-377

 E-Mail kublick@wickerklinik.de

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