Hüfttotalendoprothese (TEP) Behandlungsprinzipien nach Hüft-Totalendoprothese. Gehören auch Sie zu jenen Menschen, die auf Anraten Ihres Arztes eine Hüftoperation, das heißt das Einsetzen eines künstlichen Hüftgelenkes einer Hüft-Totalendoprothese (Hüft-TEP) noch vor sich, oder gerade hinter sich haben? Man fragt sich etwas verunsichert, wie geht es nach der Operation weiter, sind die Schmerzen danach verschwunden und wie sieht eine Nachbehandlung aus?... Die Wicker-Klinik Bad Homburg liegt direkt am Kurpark mit anschließenden 44ha großen, von Lenné angelegten Parkanlagen, die sich bis zum Taunus hinziehen. Die Klinik ist aufgrund ihrer zentralen Lage im Rhein-Main-Gebiet und neben Frankfurt/M ausgezeichnet mit allen öffentlichen und privaten Verkehrsmitteln zu erreichen, was auch teilstationäre/ambulante Therapiekonzeptionen zulässt. Wir behandeln: ...
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Hüfttotalendoprothese (TEP)

Behandlungsprinzipien nach Hüft-Totalendoprothese 


Gehören auch Sie zu jenen Menschen, die auf Anraten Ihres Arztes eine Hüftoperation, das heißt das Einsetzen eines künstlichen Hüftgelenkes einer Hüft-Totalendoprothese (Hüft-TEP) noch vor sich, oder gerade hinter sich haben? 

Man fragt sich etwas verunsichert, wie geht es nach der Operation weiter, sind die Schmerzen danach verschwunden und wie sieht eine Nachbehandlung aus? 

Im Allgemeinen wird im Anschluss an eine Hüftoperation mit einer Hüft-Totalendoprothese zur Stabilisierung und Ausbalancierung der Muskulatur, zur Verbesserung der Gelenkbeweglichkeit und zur Etablierung eines sicheren Gangbildes eine Rehabilitation empfohlen. Dadurch sollen noch vorhandene Fehlhaltungen und Schonhaltungen beseitigt werden und es kommt zu einem sicheren Umgang mit dem künstlichen Gelenk. 

Was erwartet Sie nun in der Krankengymnastik (Physiotherapie) mit einer Hüft-Totalendoprothese in unserer Klinik? 

Ganz allgemein gibt es kein „Schema F“ in der Einzel-Behandlung, sondern ihr Therapeut wird in der ersten Behandlung eine genaue Untersuchung und Anamnese durchführen um vorhandene Defizite, die auch Ursache für Schmerzen sein können, wie z.B. Fehlhaltungen, muskuläre Dysbalancen, mangelnde Kraft einzelner Muskelgruppen sowie mangelnde Dehnfähigkeit festzustellen. 

Dieser Befund beinhaltet u.a. Beweglichkeitstests, Muskelfunktionsprüfungen vor allem der Rumpf- und unteren Extremitätenmuskulatur, Dehnungstests, Haltungstatus: z.B. Schonhaltungen, schmerzbedingte Fehlhaltungen,  Hinkmechanismus, Beinlängendifferenzen usw. Nach Auswertung des Befundes wird ein individuell befundorientiertes Behandlungsprogramm und Behandlungsziele für den Patienten erstellt. 

Wichtige Behandlungsziele bei einer Hüft-Totalendoprothese sind:

Schmerzlinderung durch: 

- Wärmeanwendungen und verschiedene Massagetechniken

-  Entspannungstechniken (z.B. postisometrische Relaxation)

-  Elektrotherapie bei Bedarf

dosierte Verbesserung der Beweglichkeit durch: 

-  Dehnung und Dekontraktionen der Rumpf- und Beinmuskulatur

-  Schlingentischtherapie

-  passives, assistives und aktives Durchbewegen in verschiedenen  

   Ausgangsstellungen

-  Motomed oder Ergometertraining 

Stabilisation  durch:

- Isometrie in verschiedenen Ausgangstellungen = allgem. Muskel-Spannungsübungen
  vor allem für die aufrichtende Rumpfmuskulatur und die gesamte Beinmuskulatur.

- dynamisches Bein- und Armtraining bei gleichzeitiger statischer Kräftigung der
  Rumpfmuskulatur (Anwendung von PNF-Techniken)

-  Übungen zur Stabilisation mit verschiedenen Geräten (Pezziball, Theraband,
   Sprossenwand, Trampolin usw.) 

Bei Vollbelastung nach einer Operation mit einer Hüft-Totalendoprothese darf auch mit der medizinischen Trainingstherapie begonnen werden zur Verbesserung der Koordination und Kraftausdauer.

Muskeldysbalancen ausgleichen:  

- durch Dehnung und Kräftigungsübungen wird der Muskeltonus normalisiert.

Etablierung eines sicheren Gangbildes:

    - Gangschule

    - Treppe üben

    - Gleichgewichts- und Koordinationstraining

    - Laufband bei Vollbelastung 

Eigentraining und Gelenkschutz zeigen: 

     - der Patient muss lernen, für seine Gesundheit Eigenverantwortung zu

     - übernehmen unter Berücksichtigung von Beruf- und Alltagssituation. Hierfür

     - vermittelt der Therapeut ein eigenständiges Übungsprogramm für zu Hause

     - und  zeigt dem Patienten ein „gelenkschützendes „Verhalten. 

In einer krankengymnastischen Behandlung wird stets schmerzrespektierend gearbeitet, d. h. man geht immer nur bis an die Schmerzgrenze. Auch werden verschiedene Hilfsmittel vorgestellt, die einen gelenkschonenden Alltag erleichtern. 

Alle Übungen werden von leicht nach schwer gesteigert immer angepasst an den Trainingszustand des Patienten. Neben dem Aufbau eines Muskelkorsetts ist auch meistens eine Änderung des Bewegungsverhaltens nötig. 

Sie sehen, heute sind wir weit davon entfernt, unseren Patienten mit einer Hüft-Totalendoprothese einfach zu empfehlen, „turnen Sie mal ein bisschen“...  vielmehr heißt Physiotherapie nach einer Hüftoperation, von einem differenzierten Programm zu profitieren, welches vor allem das Ziel hat, den außer Tritt geratenen Muskel-Stütz- und Halte-Apparat wieder in ein Gleichgewicht zu bringen.

Sollte Ihnen dieser Überblick Geschmack auf mehr gemacht haben, packen Sie es an und vereinbaren über die unten aufgezeigten Zugangswege zu unserer Klinik einen Aufnahmetermin zur postoperativen Behandlung nach einer Hüft-Totalendoprothese -Operation.  

Zugangswege zur  Rehabilitationsbehandlung über folgende Kostenträger

·        Gesetzliche Krankenversicherung,

·        Rentenversicherung,

·        Private Krankenkassen

übernehmen die Kosten für eine Behandlung im Hause. 

Vor Aufnahme im Hause muss im Regelfall eine Kostenübernahmeerklärung des Kostenträgers vorliegen. Die Kostenübernahme muss vom Patienten beim zuständigen Kostenträger beantragt werden. Hierbei sind die niedergelassenen ärztlichen Kollegen (Hausarzt, Orthopäde, Unfallchirurg) die ambulante Betreuung gewährleistet haben mit einzubinden. 

In diesem Sinne wünscht Ihnen viel Spaß im Training 

Ihr Team der Wicker Klinik / Wirbelsäulenklinik Bad Homburg

Weitere Informationen

Chefarzt-Sekretariat der Inneren Medizin

Frau Kublick
Telefon 06172 103-347
Fax 06172 103-377

 E-Mail kublick@wickerklinik.de

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